Wussten Sie schon…?

Jeden Monat präsentieren wir Ihnen hier etwas Wissenswertes aus allen möglichen Bereichen des Lebens. Kleinigkeiten, die Sie bisher vielleicht noch nicht wussten, die sich aber zu wissen lohnen. Lassen Sie sich überraschen.

April 2026

…woher der Gründonnerstag seinen Namen hat?

Am fünften Tag der „Heiligen Woche“ (Karwoche), gerechnet vom Palmsonntag, wird am Gründonnerstag der Feier des letzten Males Jesu mit seinen Jüngern gedacht. Diese Bezeichnung reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Woher der Name genau kommt, ist nicht exakt geklärt. Es gibt vier Thesen:

  1. Bezug zum lateinischen Wort „virides“ (die Grünen). Grün verweist auf das „grüne Holz“, was in Luk. 23,31 erwähnt wird. Der Tag des letzten Abendmals ist zugleich auch der Tag des Sündenerlasses – die Sünder, die zuvor „dürres Holz“ waren, haben nun wieder an der kirchlichen Gemeinschaft teil.
  2. Bezug zur liturgischen Farbe Grün. Im heutigen Farbkanon der kath. Kirche ist für den Gründonnerstag Weiß vorgesehen (in den Niederlanden beispielsweise heißt der Tag „Weißer Donnerstag“). Vor dem 16. Jahrhundert war dieser Kanon aber nicht verbindlich, entsprechende Entscheidungen wurden von den einzelnen Diözesen getroffen.
  3. Seit dem 14. Jahrhundert ist an diesem Tag (passend zur Fastenzeit) der Verzehr von grünem (Frühlings-)Gemüse, z. B. Salat nachweisbar.
  4. Ableitung von dem Wort „greinen“, also Weinen (in Vorgriff auf das Leiden Jesu).

Lutz Riehl

Quelle: Wikipedia